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MINT-Tag an der Saaleschule

  • 3. September 2019

26. August 2019

Am 26.08.2019 fand zum zweiten Mal der MINT-Tag für die 7. Klassen der Saaleschule statt. MINT, das bedeutet: Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. In verschiedenen fächerübergreifenden Workshops konnten sich die Schüler*innen mit verschiedenen spannenden und praxisorientierten Themen auseinandersetzen und selbst Forscher*innen sein. Dabei stand die Vermittlung von Grundlagen zum wissenschaftlichen Arbeiten und die Lösung von ganz konkreten Fragestellungen und Problemen im Vordergrund. Das große Ziel war es, den Spaß an Naturwissenschaften und naturwissenschaftlichen Fragestellungen zu wecken. Der Tag begann in der Aula mit einer Vorstellung der einzelnen MINT-Fächer durch Herrn Franzke und einem Vortrag zur Anwendung der naturwissenschaftlichen Methode von Herrn Geibig, wo die Schüler erfahren konnten, wie durch „Fragen an die Natur“ (Experimente) Fortschritt entsteht und wie man richtig ein Experiment protokolliert. Danach ging es dann für die Schüler*innen in vier 1-stündige Workshops, die sie sich im Vorfeld ausgesucht hatten.

Im Workshop zur Biologie der Farben von Frau Inderlied wurde den Fragen nachgegangen, warum Blätter im Herbst eigentlich ihre grüne Farbe verlieren und was das mit der Photosynthese zu tun hat. Einen Gasbrennerführerschein konnten die Schüler*innen im Workshop von Frau Seiferth und Frau Hoppe zum sicheren Umgang mit dem Brenner erwerben, passend zu den heißen Temperaturen an diesem Tag. Ein großer Spaß war die Lego-Challenge von Herrn Lötzsch mit einem ernsthaften Training zu den Schwerpunkten Aufbauen, Analysieren, Beschreiben und Nachbauen. Solarmobile und Elektroautos konnten die Schüler*innen zusammen mit Herrn Linsenmeier aus Lego-Technic konstruieren und so die grundsätzlichen Elemente von Maschinen anhand der Funktionsmodelle nachvollziehen. Spätestens zum Workshop zur Physik der Brille von Frau Miclea wurde der MINT-Tag für die Schüler*innen deutlich sichtbar. Hier konnten sie erfahren, wie die Physik die Eigenschaften einer Brille erklärt. Bei den Workshops „Kann Papier einen Traktor halten“ von Frau Malur und „Katapulte bauen und testen“ von Frau Haußner konnten die jungen Forscher*innen experimentell herausfinden, ob die mit viel handwerklichem Geschick gebauten Papierbrücken dem Belastungstest eines (Spielzeug-)Traktors standhalten oder welches Katapult die größte Reichweite erreicht. Abgerundet wurde das Programm durch Herrn Kraskas Mathematik des Lebens. Hinter diesem Workshop verbargen sich Hinweise und Antworten durch mathematische Hilfsmittel auf die Fragen: Wie entwickelt sich die Bevölkerung eines Landes oder wie schnell vermehren sich Sonnenblumen.

Für Lehrer*innen und Schüler*innen war dies ein sehr spannender und kurzweiliger Tag, sodass jetzt schon Vorfreude auf den nächsten MINT-Tag herrscht. Vielen Dank an alle Beteiligten.

(Text: D. Geibig, Fotos: J. Reiche)

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Ozeane, Doppelsterne und Naturkonstanten Naturwissenschaftliches Praktikum der 12. Klassen vom 1.-5. April 2019

  • 15. Mai 2019

Chemiepraktikum – Das Gleichgewicht der Ozeane 

Für das Chemiepraktikum im Rahmen der Projektwoche wurde das moderne Chemiekabinett der Saaleschule in ein Labor transformiert (siehe Bild): Aus Schülerbänken wurden mit chemikalienresistenten und hitzebeständigen Unterlagen Labortische, von der Decke schwenkten Anschlüsse für Gasbrenner und Strom und der Gasabzug, Trockenschrank und Kühlschrank ermöglichten Experimente unter speziellen Bedingungen. 

Inhaltlich beschäftigten sich die Chemiker*innen gestaffelt an drei Tagen mit dem “Gleichgewicht der Ozeane”. Ihre Aufgabe war es dabei selbst Experimente zu entwickeln um Aspekte der vielen chemischen Reaktionen in den Weltmeeren quantitativ und modellhaft zu untersuchen: Kalorimeter maßen die Wärmeentwicklung bei Reaktionen, Kolbenprober das Volumen der temperaturabhängigen Löslichkeit von Kohlenstoffdioxid in Wasser und Indikatoren sowie digitale pH-Meter den Säuregrad von Kohlensäure in Abhängigkeit des Drucks. 

Im Fokus stand die zunehmende Versauerung der Weltmeere durch ansteigenden Kohlenstoffdioxidausstoß und die damit einhergehenden Auswirkungen auf Schalentiere wie Flügelschnecken, Korallen und andere kalkbildenden Organismen. Aber auch die Masse an Kunststoffen in Zahnpasta wurde ausgewogen, die Löslichkeit von Methan, welches aus sogenannten Methanhydraten am Meeresgrund austreten könnte, bestimmt, die Auswirkungen von brennendem Öl auf den pH-Wert von Wasser gemessen und die Kohlenstoffdioxidemissionen verschiedener Brennstoffe untersucht. 

Welche Erkenntnisse bei diesen praktischen Arbeiten gewonnen werden konnten werden die naturwissenschaftlichen Publikationen zeigen, welche die Teilnehmer des Chemie-Profilkurses in Teams von zwei bis drei Forschern schreiben werden. Dabei haben sie die Wahl zwischen einem wissenschaftlichen “Poster” oder “Paper”, wobei der Abstract auf Englisch geschrieben wird. Wir dürfen gespannt sein! 

(Daniel Geibig) 

Physikpraktikum – die Naturkonstanten und mehr 

Am naturwissenschaftlichen Praktikum im Fach Physik haben 19 Schüler*innen mit Freude und Neugier teilgenommen. Außer den Experimenten, die die Schüler*innen in unserem modernen Physikraum durchgeführt haben, hat uns, wie jedes Jahr, das Schülerlabor für Physik an der Martin-Luther-Universität Halle sehr stark unterstützt. Das Schülerlabor hat für die Schüler ein tolles und umfangreiches Programm vorbereitet. Dafür bedanken wir uns ganz herzlich bei PD Dr. Jürgen Henk und den betreuenden Studenten. 

Die Schüler haben sich in der kurzen Zeit mit vielen Bereichen der Physik, von der Mechanik, zur Elektrizität und Magnetismus bis zur Quantenphysik auseinandergesetzt. Auch wenn manche Themen nächstes Jahr im Unterricht behandelt werden, haben die zu Verfügung gestellten Materialien dafür gesorgt, dass die Schüler und Schülerinnen schon jetzt eine gute Einführung in der Thematik bekommen haben.  

Die Themen des Physikpraktikums in der Oberstufe sind stark an den Lehrplan geknüpft und sind teilweise auf die Bestimmung der fundamentalen physikalischen Konstanten fokussiert. 

Infrarot Bild der Schülergruppe an der Uni Halle 

Die Schüler konnten an den zwei Tagen die Verknüpfung der klassischen und modernen Physik kennenlernen. Es war eine Fahrt durch die Geschichte und die rasche Entwicklung der Physik in den letzten Jahrhunderten mit Fokus auf fundamentalen Entdeckungen, die der heutigen Welt einen anderen Betrachtungswinkel gegeben haben. Die Schüler haben sich mit der experimentellen Bestimmung der Naturkonstanten wie der Fallbeschleunigung g=9,81m/s, der Lichtgeschwindigkeit c=3·108 m/s oder dem planckschen Wirkungsquantum h=6,62·10-34J·s beschäftigt. Einen Versuch, wie ihn zum Beispiel Albert Einstein durchgeführt hat und für den er 1921 den Nobelpreis in Physik bekommen hat, konnten die Schüler auch selber durchführen und auswerten.  

Ein anderes Highlight des Praktikums war die Teilnahme der Schüler an zwei Experimentalphysik-Vorlesungen an der Martin-Luther-Universität. Für die jungen Menschen ist die Zeit, die sie in einer Vorlesung verbringen allgemein eine Vorbereitung für das Studentenleben und im Besonderen ein Schnupperkurs in das Physikstudium. Die Fachbereiche der Martin-Luther-Universität zu besuchen ist für die Schüler*innen eine hilfreiche und umfangreiche Inspiration, um eine sichere Entscheidung für ihren späteren Arbeitsbereich zu treffen. Und nicht zuletzt ermöglicht ein Physikstudium später ein breites Spektrum an Berufswahlmöglichkeiten. 

Das spannende und interessante Wissenschaftsleben, das die Schüler für ein paar Tage miterlebt und an dem sie teilgenommen haben, wurde mit schönen Plakaten abgeschlossen, mit denen die Schüler ihre Ergebnisse präsentiert haben. 

(Manuela Miclea) 

Astronomiepraktikum – Massenbestimmung von Doppelsternen 

An zwei Tages des naturwissenschaftlichen Praktikums durften die Teilnehmer des Astronomiekurses eintauchen in die Welt der Astrophysik. In computergestützter Auswertung aufbereiteter Fotoplatten bestimmten die Nachwuchsastronomen die Massen der Sterne des Doppelsternsystems 70 Ophiuchi im Sternbild Schlangenträger, sowie ihre Entfernung zu uns. Dabei erhielten sie tiefgründige Einblicke in die Arbeitsweisen der Astrophysik und konnten erfahren, mit wie viel Aufwand es verbunden ist, wenn man Sterne nicht nur betrachten, sondern hinsichtlich ihrer physikalischen Eigenschaften umfassend untersuchen möchte. 

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MINT Schule

Die Saaleschule am Rande des Weltraums

  • 1. Juni 2018
Am vergangenen Samstag war anlässlich des Sommerfests der Saaleschule nach monatelangen Vorbereitungen unser großer Tag: Die Forscher-AG setzte ihr lang geplantes Vorhaben um und startete einen Wetterballon in die Stratosphäre!
 
Wir freuen uns sehr, dass bei unserem ersten Stratosphärenflug alles geklappt hat – und wir hatten einige wirklich bange Stunden dazwischen. Aber nach über 3h kam dann das erlösende Lebenszeichen per GPS von der Sonde und wir konnten diese südlich von Leipzig bergen, genauer gesagt bei folgenden Koordinaten: 51°15’25.5″N 12°24’21.8″E.
Mit an Bord waren tolle Aufnahmen vom Rande des Weltraums! Und bestimmt auch interessante Daten aus der Feinstaubmessung über dem Großraum Halle-Leipzig. Mit der Auswertung beginnen wir am Freitag.
 

Vielen Dank an alle Unterstützer, insbesondere aus der Elternschaft, Herr Junker, Herr Petters und Herr Jakobs!

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